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Rituale einhalten und leben

Es ist uns wichtig, das Zusammenleben und -arbeiten in unserer Schule bewusst zu gestalten. Wir sind davon überzeugt, dass angesichts der sich rapide verändernden Lebenswelt der Schüler der Umgang miteinander und der Umgang mit gemeinsam verbrachter Zeit eine wichtige Rolle spielt, um der Tendenz zur Verunsicherung, Vereinzelung und Orientierungslosigkeit entgegenzuwirken.
 
Rituale sollen bei uns:

  • die Arbeit im Unterricht strukturieren
  • dem Zusammenleben eine verlässliche Orientierung geben
  • die Schulzeit gliedern und mit Spannung erfüllen
  • jedem/jeder Einzelnen möglichst einen Halt geben.

Schulzeit ist auch Lebenszeit. Bestimmte Höhepunkte, z. B. der Anfang und das Ende einer Lebensstufe, werden mit Hilfe von Ritualen in besonderer Weise inszeniert.  Die Gewissheit der Wiederkehr dieser Rituale gibt Sicherheit. Sie bestärken für alle Beteiligten ein Gefühl der Zugehörigkeit zu dieser Schule und bilden ohne viele Worte das Selbstverständnis der Schule ab.
 
Neben den Ritualen, die die Lebenszeit der Schüler gliedern, versuchen wir in der Helene-Lange-Schule auch den Alltag mit Hilfe von Ritualen zu strukturieren.
 
Dabei unterscheiden wir:

  • Rituale, die sich auf Arbeitssituationen beziehen
  • Rituale, die sich auf das Zusammenleben beziehen

Zu unseren Ritualen gehören z.B.:

  • Der Klassenrat
  • Der Montagmorgenkreis
  • Die Geburtstagskreise
  • Die Gesprächsrituale im Stuhlkreis
  • Das Ruhezeichen
  • Die Fahne, die jedem neuen Jahrgang übergeben wird
  • Die Sonnenblumen am Anfang und Ende des Schullebens
  • Die Weihnachtsfeier des Jahrgangs 6 für den neuen Jahrgang 5
  • Die immer wieder kehrende Abfolge von Projekten und Präsentation

Zum Thema „Rituale“ vgl. auch:

  • Enja Riegel„Rituale oder die Kultur des Zusammenlebens“, in: Pädagogik 1/1994, S. 6-9
  • Brigitte Reinbacher-Kaulen,„Haben Ordnung und Disziplin Platz in einer Reformschule?“, in: Pädagogik 1/2007, S. 21-24.
  • Arnulf Kunze„Alles hängt mit allem zusammen – Vom Nutzen der Differenz“, in: Friedrich Jahresheft 2004 „Heterogenität“, S. 110-113.